Kranke Schwestern
Der Dunkle Turm: Die Kleinen Schwestern von Eluria

Die Comicadaption von Stephen Kings Epos „Der Dunkle Turm“ findet langsam seinen Weg zur Handlung der Romane, die Millionen Leser über Jahrzehnte begleitet haben.


Fünf Bände hat es gedauert, bis die Adaption von Stephen Kings Epos „Der Dunkle Turm“ wieder auf eine Geschichte zugreift, die nicht nur am Rande erwähnt wurde, sondern auch tatsächlich in schriftlicher Form vorliegt.

Ans Bett gefesselt

Roland hat alles verloren, was ihm irgendwann einmal wichtig war. Nun irrt er nur mit dem, was er am Körper trägt und einem kurz vor dem Kollaps stehenden Pferd durch Mittwelt. Das Ziel des Revolvermanns: Walter O’Dim, Kennern der Romane auch bekannt als der Mann in Schwarz bekannt, und damit einem möglichen Weg, um den Dunklen Turm zu erreichen, auf die Spur zu kommen. Bei einem notgedrungenen Halt in einer verlassenen Stadt findet Roland neben einer seltsam zugerichteten Leiche auch einige gefährliche Zeitgenossen. Bei einem Angriff von langsamen Mutanten wird der junge Mann übel zugerichtet und sollte die Attacke eigentlich nicht überleben. Doch ausgerechnet ein paar Nonnen haben den Reisenden gefunden und nehmen es nun auf sich, den übel zugerichteten Roland mithilfe einiger heilender Insekten wieder aufzupäppeln. Doch schon bald muss Roland erkennen, dass er von den kleinen Schwestern absichtlich schwach gehalten wird. Wie sich herausstellt handelt es sich bei den Nonnen in Wirklichkeit um Vampire, die sich durch die Pflege des Revolvermanns eine warme Mahlzeit vorbereiten…

Wie immer grandios

„Die Kleinen Schwestern von Eluria“ markiert einen entscheidenden Punkt in der Comicversion von Stephen Kings  Romanvorlagen. Nach dem ersten Band „Der Revolvermann“ wird nun zum ersten Mal wieder eine bereits vorhandende Geschichte (im Gegensatz zu den nicht von King geschriebenen Erweiterungen vorheriger Bände) verwendet. Dabei transportiert der bisher siebte Sammelband die für King übliche Stimmung, in der Paranoia und der Wettlauf gegen die Zeit beklemmend dargestellt werden. Roland ist an sein Krankenbett gefesselt und weiß, dass seine Zeit abläuft. Wer sich dabei an den Roman „Sie“ bzw. „Misery“ erinnert fühlt, liegt richtig.

Nachdem der begnadete Zeichner Jae Lee die Comicreihe mit Abschluss des vierten Bandes verlassen hat, hat sich spätestens jetzt mit Luke Ross ein guter Ersatz gefunden. Wie bereits zuvor wurde der Band in der für den Splitter Verlag üblichen Qualität sowohl im Soft- als auch im Hardcover veröffentlicht. Im Anhang des Hardcovers findet sich wie immer eine Lithografier und zusätzliches Material, das die faszinierende und atmosphärische Comicreihe erneut abrundet. Klasse!

„Der Dunkle Turm 7: Die Kleinen Schwestern von Eluria“ ist als Soft- und Deluxe Hardcover-Ausgabe erschienen.

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